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Neue Ära in der DTM mit Spitzentechnologie von ZF

In der DTM beginnt 2012 eine neue Ära: Eine ganz neue Generation von Rennwagen setzt in der populären Tourenwagen-Rennserie ab 2012 neue Maßstäbe bei der Sicherheit und fasziniert auch in Zukunft mit spannendem und hochkarätigem Sport. Seit 2011 ist ZF offizieller Lieferant, ab 2012 exklusiver Ausrüster aller Teilnehmer in der DTM sowie „Official Partner BMW Motorsport“.

Spitzentechnologie für eine Spitzenrennserie: Die ZF Race Engineering GmbH, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der ZF Friedrichshafen AG, bereitet sich intensiv auf die Saison 2012 vor. Seit das Unternehmen im April 2011 als exklusiver Ausrüster ab kommender Saison verpflichtet wurde, entstand eine Kupplung nach ganz neuen Anforderungen. „Wir werten diese Entscheidung als Anerkennung unserer technologischen Kompetenz und freuen uns darauf, in einer so hochkarätigen Rennserie das in uns gesetzte Vertrauen umsetzen zu dürfen“, betont Norbert Odendahl, Geschäftsführer von ZF Race Engineering. Gleichzeitig vertieft ZF die jahrelange Zusammenarbeit mit BMW durch eine erweiterte Partnerschaft. ZF genießt nun den Status als „Official Partner BMW Motorsport“ im DTM-Engagement.

Maßgabe in der neuen Epoche

Eine wesentliche Maßgabe in der neuen Epoche ab 2012: Ein rigides Budgetmanagement verlangt allen Herstellern und Lieferanten Produkte ab, die kostenoptimiert und doch äußerst leistungsfähig und haltbar sind. Diese vermeintliche Quadratur des Kreises gelang den Ingenieuren aus Schweinfurt perfekt mit Hilfe der ausgeklügelten Systembaukästen.

Die Kupplung mit dem Namen Formula Carbon Clutch 4/140Y zählt zur Gruppe der Racing Clutch Systems (RCS) innerhalb der für den Profi-Motorsport konzipierten Formula-Familie. Verfügte die bisherige DTM-Kupplung von ZF Race Engineering über drei Reibscheiben, so kann das neue Modul mit vier Kohlefaser-Reibscheiben bis zu 900 Newtonmeter Drehmoment übertragen. Ihr Durchmesser beträgt 140 Millimeter, der gesamte Außendurchmesser des Elements nur 167 Millimeter. Mit nur rund 3.000 Gramm ist die DTM-Kupplung dennoch ein Leichtgewicht. Zum Vergleich: Eine Serienkupplung, die ein solches Drehmoment übertragen müsste, wäre fünf Mal so schwer.

Die Anforderungen in der DTM sind immens. Vor dem stehenden Rennstart werden die leistungsstarken V8-Rennwagen „vorgespannt“: Ein spezieller Bremsmodus fixiert den Wagen auf der Stelle, während der Fahrer die Idealdrehzahl wählt und am Einkuppelpunkt mit getrennter Kupplung wartet. Mehrere Sekunden kann es dauern, bis die rote Startampel erlischt. Dann erfolgt der stehende Start, bei dem die rund 470 PS starken Motoren alle Kraft an die Kupplung abgeben. Am anderen Ende der Kraftübertragung krallen sich die breiten Rennslicks dagegen fest in den Asphalt. Die Kupplung muss zwischen diesen beiden unbeugsamen Kräften durch Reibung „vermitteln“.

Auf hohe Laufleistung ausgelegt

Das gezogene Ausrücksystem aus hochfestem Aluminium, die spezielle Membranfeder für Temperaturen von bis zu 400 Grad Celsius, das Kupplungsgehäuse aus hochwarmfestem Stahl und die Karbonscheiben müssen mit dieser kinetischen und thermischen Höchstbelastung fertig werden. Bis der Start freigegeben wird, können zwei bis fünf Sekunden vergehen. Die Energie, die dann auf die Kupplung einwirkt, ist so intensiv, als wenn in diesem Zeitraum eine Stahlkugel mit zehn Zentimeter Durchmesser von Raumtemperatur auf 250 Grad Celsius erhitzt werden würde.

Doch die Formula Carbon Clutch 4/140Y repräsentiert nicht nur den Stand der Technik. Nicht ohne Stolz verweisen die Verantwortlichen darauf, dass gleichzeitig das per Ausschreibung vorgegebene Kostenziel eingehalten und sogar übererfüllt worden ist. Und trotz dieser so kontrastreichen Anforderungen ist es ZF Race Engineering gelungen, auch noch ein drittes, wesentliches Ziel zu verwirklichen: eine bemerkenswert lange Haltbarkeit. Die neue Kupplung steht für eine Verdreifachung der Laufleistung. So können die Teams eine gesamte DTM-Saison mit einer einzigen Kupplung pro Auto verwirklichen, sofern eine Überlastung durch Missbrauch ausgeschlossen werden kann. Die Verschleißbreite der Karbonscheiben ist auf diese hohe Laufleistung ausgelegt. Alternativ könnte das vielseitige, robuste und kostengünstige Modul auch ein 24-Stunden-Rennen bestehen.

Für weitere Informationen: ZF Friedrichshafen AG