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Chefdesigner der ALCAR Gruppe im Interview

Eingereicht on 22. Juli 2015 – 10:42

Aluräder sind nicht gleich Aluräder

Christian Hader Chefdesiger bei ALCAR im Interview am Stand von Geniales Tuning bei der TUNING WORLD BODENSEE 2015 - Bild: www.geniales-tuning.de

Christian Hader Chefdesiger bei ALCAR im Interview am Stand von Geniales Tuning bei der TUNING WORLD BODENSEE 2015 – Bild: www.geniales-tuning.de

Im Zuge der TUNING WORLD BODENSEE 2015 hatte wir die Möglichkeit Chefdesigner Christian Hader bei uns am Stand zu Interview. Dabei unterhielten wir uns nicht nur was es in der nächste Saison im Hause ALCAR so geben wird. Sondern wir unterhielten uns auch über das Aktuelle Audi Design “Straight” was wir mit Hilfe von AEZ auf der TUNING WORLD BODENSEE verlosen konnten.Somit tauchen wir auch gleich ins Gespräch mit Christian ein.

Christian wie sieht es aus Alufelgen gibt es schon in tausenden von Varianten, wie schaffst Du es, das Rad immer wieder neu zu erfinden?

Christian Haderer: “Naja, komplett neuerfinden kann ich es auch nicht, ganz klar rund sollte es schon sein, zumindest ist das von Vorteil. Die Vielfalt der bereits vorhandenen Felgendesigns ist immens, allerdings bleibt immer Luft um etwas ganz Neues oder doch anderes zu kreieren.”

Lässt Du Dich hierbei von anderen Raddesigns inspirieren oder beginnst Du stets mit einem weißen Blatt Papier?

Christian Haderer: “Das Thema Raddesign ist sehr komplex und hat neben der kreativen eine sehr technische Komponente, die es gilt bis ins letzte Detail zu studieren. Ich besuche weltweit viele Messen, und durchstöbere das Internet. Es bedarf einer intensiven Analyse sowie der Durchforstung des bestehenden Automobilmarktes, um daraus bestehende Trends abzuleiten oder auch einen völlig neue Trend zu entwickeln. Dadurch ergeben sich ofmals neue Ideen. Natürlich werden hier und da kleine Merkmale mit aufgegriffen. Doch das sind gerade diese kleinen Dinge die dazu führen eine völlig neuen Designideen umzusetzten. Meist ist der kreative Teil meiner Arbeit ein lernender, sprich eine Felge wird ganz anders, als ich es anfangs im Kopf hatte. Bei der Betrachtung des fertigen Entwurfs bin ich dann oftmals selbst überrascht. Aber oft ist es auch eben so, dass ich etwas ganz spezielles im Kopf habe und das auch genauso umsetze.

Welchen Einfluss hat das zeitgenössische Autodesign auf Deine Entwürfe?

Christian Haderer: “Diesem Aspekt muss man klarerweise Einfluss zusprechen, denn schlussendlich ist es das Ziel ein Automobil zu verschönern. Das gelingt nur mit einer dazu passenden Designsprache. Natürlich gibt es klassische Raddesigns die auf einem Youngtimer oder eben auch auf einem Neuwagen Top aussehen.”

Alufelgen oder Aluräder unterliegen auch strengen technischen Anforderungen, lässt Du diese von Anfang an mit einfließen oder designst Du erst und passt den Entwurf dann später an?

Christian Haderer: “Man sollte von Anfang an völlig übertriebene Ideen (aus technischer Sicht) versuchen zu vermeiden. Gleichzeitig sollte man bei den ersten Designentwürfen aber kleinere technische oder herstellungstechnische Probleme außer Acht lassen, um sich im Designprozess nicht zu sehr einzuschränken. Hinterher ergeben sich oft Lösungsansätze um eventuelle technische Hürden zu lösen ohne das Design maßgeblich zu verändern.”

Wer entscheidet am Ende, welches Design es in die Produktion schafft?

Christian Haderer: “Die verschiedensten Entwürfe werden intern vorgestellt und dann folgt eine Diskussion. Nicht immer schafft es das schönste oder innovativste Rad in die Produktion, es muss sich auch in die gesamte Produktpalette einfügen und in den unterschiedlichen europäischen Märkten Absatz generieren können. Nicht immer traut man sich über einen Trendsetter drüber.”

Christian Hader Chefdesigner bei ALCAR im Interview am Stand mit und über das Aktuelle Audi Design Straight von AEZ. Am Stand von Geniales Tuning bei der TUNING WORLD BODENSEE 2015 - Bild: www.geniales-tuning.de

Christian Hader Chefdesigner bei ALCAR im Interview am Stand mit und über das Aktuelle Audi Design Straight von AEZ. Am Stand von Geniales Tuning bei der TUNING WORLD BODENSEE 2015 – Bild: www.geniales-tuning.de

Modellierst Du ein Rad gleich im Computer oder gibt es auch noch Handzeichnungen und Tonmodelle? Wie sieht die Vorgehensweise Schritt für Schritt aus.

Christian Haderer: “Prinzipiell zeichne ich meine Ideen, je nachdem wo sie mir einfallen, beim Zähneputzen am Morgen oder beim gemütlichen Bier am Abend, immer grob auf ein Blatt Papier, oder was grad sonst verfügbar ist. Bei der Umsetzung beginne ich sofort am Computer, da ich hier problemlos z.B. die Proportionen einfach modifizieren kann. Zur besseren Veranschaulichung lassen wir Mock-up´s bauen. Das sind aus Stahl gefertigte Modelle zu Präsentationszwecken.”

Wird ein Rad von einem Designer allein entworfen oder verbinden sich hier verschiedene Meinungen?”

Christian Haderer: “Ja, das Grunddesign wird immer alleine vom Designer entworfen. Ab und Zu kommen Ideen von außen hinzu, welche wiederum bei mir andere Ideen ans Tageslicht fördern. So entstehen interessante und sehr schöne Designs die, ob man es glauben mag oder nicht, noch nicht existieren.”

Wieviele Räder pro Jahr entwirfst Du?”

Christian Haderer: “Je nach Jahr ca. zwischen 10-20 Designs. In Produktion gehen davon meist 4-6.”

Was – das muss kein Rad sein – möchtest Du in Deinem Leben noch unbedingt einmal entwerfen?

Christian Haderer: “Klingt banal, aber Jeans oder generell Mode. Jacken, Brillen etc…. Wenn die Kohle mal ausreicht werde ich mir mein eigenes Haus entwerfen.”

Hat das Herstellungsverfahren oder die Legierung einen Einfluss auf das Design?

Christian Haderer: “Ja absolut. Das Herstellverfahren ist sehr wichtig und ausschlaggebend. Bei Schmiedefelgen z.B. ist die Designfreiheit viel größer, da es keine Formschrägen gibt und z.B. Hinter schnitte möglich sind. Bei einem Guss, stellt eine Hinterschneidung ein technisches Problem dar.”

Dunkle Räder haben mittlerweile einen festen Platz im Repertoire. Spielt die Farbe beim Grundentwurf schon eine Rolle oder entscheidet sich das mit der Farbvariante erst später?

Christian Haderer: “Die Farbe spielt von Anfang an eine Rolle im Designprozess. Bei frontpolierten Rädern, müssen die Polierflächen rotationsymmetrisch, sprich polierbar sein. Im Unterschied zu unpolierten Rädern bedeutet das Grundsätzlich, dass man sich mit dem Design nicht so sehr austoben kann. Auf der anderen Seite wiederum, hat man aber nur bei frontpolierten Rädern, eben die Farbeffekte aus meist schwarzem und poliertem Aluminium.”

Wie wird man Felgendesigner?”

Christian Haderer: “Es gibt keine eigene Ausbildung für meinen Job. Auch ich bin „hineingewachsen“. Was meine Ausbildung betrifft, habe ich eine technische Hochschule absolviert. Ich bin ein Autofreak mit einer technischen Ausbildung und mache meine Arbeit sehr gerne – relativ einfach erklärt.”

Wie viele Räder hast Du in Deinem Leben schon entworfen?

Christian Haderer: “Nachdem man viele Ideen wieder verwirft, handelt es sich sicher um einige Hunderte.”

Welche Trends gibt es momentan beim Raddesign? Wo liegen die Fortschritte im Vergleich zu früher?

Christian Haderer: “Man muss zwischen Original Design der Autohersteller und Aftermarket Design unterscheiden. Bei den Autoherstellern geht es im Moment in eine sehr verspielte Richtung. Mir kommt vor, dass jeder entwerfen Felgen will die es noch nie gegeben hat. Im Aftermarket Bereich, geht der Designtrend mehr in Richtung geradlinige Designs, nicht zu verspielt, nicht zu überladen. Im Hochpreis-Segment runden technische Finessen wie z.B. Hinterdrehen oder teilweise auch Fräsen das Design ab.”

Zum Abschluss noch einige persönliche Fragen: Was machst Du wenn Du gerade keine Felgen entwirfst?

Christian Haderer: “Dann mache ich eine Kaffee-Pause…. Viel Zeit verbringe ich in meiner Halle, wo ich an meinen Autos herumschraube, ansonsten Fitnesscenter, oder auch auf meiner Wohnzimmercouch.”

“Welches Auto fährst Du selbst?”

Christian Haderer: “Mein Sommerauto und Lieblingsauto ist ein Toyota Supra MKIV Twin Turbo 6 Gangschaltung.”

Vielen Dank für das Interview.

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